Der Pudel

als Allergikerhund   

 

Kann auch ein Mensch mit Hundehaarallergie einen Hund halten? Diese Frage kann man nicht eindeutig mit ja oder nein beantworten. Die Ursache für die Allergie findet sich zum einen im Speichel und im Urin der Tiere, zum anderen in Hautschuppen. Es gibt Hunderassen, die dieses Allergen verstärkt absondern. Bei anderen wiederum trifft genau das Gegenteil zu. Der Pudel gehört zu den einzigartigen Rassen, die sich für fast jeden Allergiker eignen. Die meisten Menschen mit einer Hundehaarallergie reagieren auf die Haarschuppen und viel seltener auf Speichel oder Urin. Weswegen auch der Pudel für die meisten Allergiker geeignet ist. Der Pudel hat kein Fell, er hat Haare, wie der Mensch. Der Unterschied zu anderen Hunden mit Fell ist die Tatsache, dass der Pudel keinen Fellwechsel hat, bei dem sich das alte Haar löst und neues nachkommt. Der Fellwechsel hat zur Folge, dass diese Hunde kontinuierlich Haare (mit Schuppen) verlieren. Beim Pudel wachsen die Haare dafür, wie bei Menschen, weswegen der Pudel auch regelmäßig geschoren werden muss.

Seit geraumer Zeit liest man im Internet immer wieder von den perfekten Allergikerhunden- den Pudel-Mischungen --> Labradoodle, Goldendoodle, usw., hierzu ein paar Expertenmeinungen....

Zum Beispiel der Labradoodle: Er ist das Ergebnis, wenn ein Labrador mit einem Pudel (amerikanisch = doodle) Junge bekommt. "Früher nannte man das einfach "Mischling", heute wird gleich ein Designerhund daraus gemacht", kritisiert Udo Kopernik, Pressesprecher des Verbands für das Deutsche Hundewesen.
Das besondere am Labradoodle ist, dass Züchter versprechen, durch sein pudeliges Fell würde er bei Tierallergikern keine Symptome hervorrufen. Der Pudel gilt allgemein als allergikerfreundlich. Der Labradoodle wurde erstmals bewusst in den 80er-Jahren gezüchtet –  und zwar als Führhund für allergisch reagierende Blinde. Aber können Allergiker wirklich ohne Probleme mit den Tieren leben?
"Eine seriöse Empfehlung können wir zur Zeit noch nicht abgeben, da die Kreuzung einfach noch zu neu ist", so Daniel Schönfelder, der Leiter des Allergienetzwerkes myAllergo.de. Er erklärt, dass der Labradoodle zur Zeit weder als allergikerfreundlich noch als allergikerfeindlich eingestuft wird. Das gleiche gilt auch für die anderen Pudel-Kreuzungen wie den Schnoodle, der statt dem Labrador den Schnauzer beinhaltet. Der Puggle mischt Mops und Beagle, auch diese Kreuzung ist nicht sonderlich allergikerfreundlich.
Auch Marion Dudla, Sprecherin vom Deutschen Tierschutzbund steht den süßen Mischlingen eher skeptisch gegenüber: "Labradoodle sind keine vom Internationalen Züchterverband anerkannte Rasse." Es gibt also keine Garantie, dass die angestrebten Zuchtziele auch erreicht werden.
Laut Dudla festigen sich die gewünschten Merkmale erst nach 30 Generationen. Und bereits wenn zwei Labradoodle Junge bekommen, weiß man nicht, was dabei herauskommt. Es können Welpen mit überwiegend Labrador-Eigenschaften sein, solche mit Pudelfell oder auch wieder eine Mischung.

                                               Zit. nach: http://www.apotheken-umschau.de/Allergie/Welche-Hunde-eignen-sich-fuer-Allergiker-59443.html, Stand: 31.10.2012, 13.10 Uhr

Vielen Menschen wird vorgemacht, dass bei der Mischung mit einem Pudel, die jeweilige Rasse entsteht nur mit der Pudeleigenschaft nciht zu haaren. Leider hat sich schon in zu vielen Fällen das Gegenteil davon gezeigt, denn viele Allergiker mussten ihre Pudel-Mischungen wieder abgeben, weil sie eben doch allergisch reagiert haben. Diese Mischungen sind angeblich entstanden, um Hunde zu züchten, die sich auch für allergische Blinde als Blindeführhunde eigenen, jedoch ist zu diesem Punkt, dass auch der Großpudel häufig als Blindenhund eingesetzte wird und sich in der Ausbildung sogar leicht mit dem Lernen und Begreifen tut, wie die bisher üblichen Rassen.
Viel mehr stellt sich eher die Frage, ob diese "Designerhunde" nicht nur gezüchtet werde, weil viele Menschen immer noch ein falsche Bild von einem Pudel haben und deswegen nur an seiner besonderen Eigenschaft interessiert sind.

 

Wir raten jedem Allergiker, egal für welchen Hund er sich auch entscheiden mag, intensiven Kontakt mit der Rasse - bei einem Züchter, bei Hundebesitzern dieser Rasse- aufzunehmen und gegebenenfalls mit den Haaren der Hunde einen Allergietest zu machen.

Wir bieten jedem Allergiker an, bei uns mit unseren Pudel in intensiven Kontakt zu kommen, um festzustellen, ob sich die Rasse für ihn eignet oder nicht. Wir haben nun schon öfters Pudel, aus unserer Zucht in Allergikerfamilien abgegeben. Es kam noch nie zu Problemen.
Lesen Sie den Erfahrungsbericht einer Familie, die sich mit einer weißen Großpudelhündin aus unserer Zucht einen Traum erfüllt hat und leider auch erst einmal schlechte Erfahrungen mit den sogenannten idealen "Allergikerhunden" machen musste.

 

            Mila      Mila 

Erfahrungsbericht I einer Betroffenen

Mein Mann und ich haben drei Kinder, und wie das so ist, wünschen die sich ab einem gewissen Alter auch Haustiere. Da ich  Allergien gegen Katzen, Hunde-  und Pferdehaare habe, war alleine der Reitunterricht meiner großen Tochter immer eine Herausforderung (Im Auto schon die Reitsachen ausziehen und in Tüte packen). Ich reagiere innerhalb kurzer Zeit mit tränenden Augen, Niesanfällen und dann mit Asthma, das nur durch Asthmaspray zu behandeln ist.
Die Kinder hatten dann Meerschweinchen und Hasen in Freilandhaltung, da es in der Wohnung nicht geht und ich auch auf diesae Haare reagiert habe.
 
Im letzten Jahr ist dann der Wunsch unserer Kinder (14/16/18) und auch meines Mannes und mir nach einem Hund, der in der Familie lebt, stärker geworden. Hier haben auch die vielen Berichte in der Presse etc. über Allergiker geeignete Hunde wie Labradoodles und Goldendoodles dazu beigetragen, dass alle wieder Hoffnung schöpften, das das Leben mit einem Hund wahr werden könnte.
Meine Töchter haben dann über das Internet Kontakt zu Züchtern dieser Hunde aufgenommen, die alle von ihren guten Erfahrungen berichteten. Letztendlich haben wir dann in Mannheim eine Familie besucht, die einen 9 Monate alten Goldendoodle namens Max abzugeben hatte. Der arme Hund war ihnen im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf gewachsen. Sie lebten in einer kleinen Wohnung mitten in der Großstadt und aus dem kleinen süßen Hund war nun ein großer mit dem Wunsch nach viel Auslauf geworden, dem sie nicht mehr nachkommen konnten. Wir waren mit diesem Hund spazieren, aber ich bemerkte schon erste Anzeichen von allergischen Reaktionen. Wir haben trotzdem  eine Fellprobe des Hundes mitgenommen und am nächsten Tag war ich beim Allergologen, der erneut einen Standardallergietest machte und ebenso die Haare des Goldendoodles für den Allergietest verwendete. Das Ergebnis war allerdings wie befürchtet: überall starke Hautreaktionen und Juckreiz. Die Aussage meines Arztes war: "Sie können nie einen Hund halten, schaffen Sie sich eine Schildkröte an!" Traurig fuhr ich nach Hause, um meiner Familie diese Nachricht zu überbringen.

 
Meinen beiden Töchtern ist es zu verdanken, da sie trotzdem nicht nachließen, weiter im Internet zu forschen, was es noch für Möglichkeiten bezüglich eines Hundes gibt. Und so stießen sie auf Pudel, die nicht haaren und deswegen auch für Allergiker geeignet sein können.
Wir verabredeten uns bei Familie Slunitschek, die gerade einen Wurf weißer Großpudel hatte. Vor lauter Angst, allergisch zu reagieren, hatte ich beim ersten Besuch ganz leichte allegische Anzeichen. Wir haben uns sofort in Mila verliebt und waren begeistert vom freundlichen Wesen dieser Hunde. Beim zweiten Besuch war dann alles gut und wir haben es gewagt. Ich hatte schon am Anfang Angst, dass sich eine Allergie gegen Mila entwickeln könnte, aber nun lebt sie seit vier Monaten bei uns und alles ist einfach herrlich. Ich habe keinerlei allergische Reaktionen, selbst wenn ich Mila bürste, mit ihr schmuse oder sie geschoren wird (wo dann wirklich viel Fell rumfliegt). Mila ist der perfekte Hund für eine Familie, mit einen freundlichen, anhänglichen Wesen, sehr verspielt, sehr schlau und gelehrig. Wir geben sie gewiss nie mehr her!
 
Soviel zur Geschichte, wie wir "auf den Hund gekommen sind", was wir uns vor einem halben Jahr nie erträumt hätten. Vielleicht macht das anderen Allergikern ein bißchen Mut.
Übrigens, der Labradoodle Max hat auch ein schönes Zuhause bei meiner Arbeitskollegin gefunden. Es stellte sich allerdings heraus, dass er aufgrund von Zuchtfehlern auf einem Auge blind ist, was den Züchtern von meiner Kollegin auch mitgeteilt wurde, ohne Reaktion!

Jessie    Jessie   Jessie

 

 

Erfahrungsbericht II einer Betroffenen

Liebe Familie Slunitschek,

 

es ist mir ein großes Bedürfnis, mich bei Ihnen allen noch einmal herzlichst dafür zu bedanken,

dass Sie es mir, als absolute Tierhaar-Allergikerin, ermöglicht haben, nach 40 Jahren Verzicht

eine glückliche Hundebesitzerin zu werden.

 

Bereits von Geburt an plagte mich ein gemeiner Ausschlag (damals hatte man noch nicht den Namen Neurodermitis dafür) und im Kleinkindalter kamen Asthma-Anfälle hinzu. Der Kontakt mit Tieren aller Art endete jedes Mal mit schlimmen Hautreaktionen (Quaddel-Bildung), stark geröteten, tränenden und geschwollenen Augen sowie einer massiven Verengung der Lungenbläschen. Mein ganzes Leben lang hieß es: „Nicht anfassen!“ … „Bitte sei vernünftig, halte Abstand!“ oder „Du musst leider auf einen Hund verzichten!“ und letztendlich immer der Satz: „… aber es gibt Schlimmeres!“

 

Aus heutiger Sicht betrachtet gibt es tatsächlich Schlimmeres, aber als kleines Mädchen war es für mich die Hölle … zumal ich in Tirol/Österreich aufgewachsen bin und Hunde immer schon zu unserer Großfamilie mit Jäger & Förster gehörten. Mittlerweile bin ich selbst Mama und aufgrund meiner Erfahrungen konnte ich die Sehnsucht meines 8jährigen Sohnes (Gott sei Dank allergiefrei!) nach einem Hund in unserer Familie von Herzen nachvollziehen.

 

Nach gründlicher Recherche im Internet bin ich auf mehrere Erfahrungsberichte über das Leben von „Allergikern mit Hund“ gestoßen. Besonders als antiallergisch angepriesen werden hier moderne Mischungen wie Goldendoodle, Labradoodle oder Cockerpoo. Grund für die Allergiker-Eignung dieser Hunde sind meines Wissens allerdings ausschließlich die Eigenschaften des Pudels …

„Hmm … warum dann nicht gleich ein Pudel?“

 

Auf der Suche nach einem Züchter, der bereit ist, den für Allergiker so essentiellen, intensiven Kontakt zu ermöglichen, musste ich leider erfahren, dass es einigen Menschen wichtiger ist, ihre Tiere bereits vor Wurf und ohne unnötigen Aufwand verkauft zu haben, als sich dem lästigen Problemfall Allergiker anzunehmen. Aber nicht so bei Slunitschek´s !!!

 

Oft und gerne denke ich an unseren ersten Kontakt im März 2012 zurück …

Fest entschlossen und ohne Zurückhaltung habe ich jede mögliche Berührung mit jedem einzelnen Pudel des Hauses genützt und ausgekostet, als ob es kein morgen und vor allem keine Allergie gäbe! (streicheln, Nase ins Fell stecken, an der Hand abschlecken lassen – Kampfansage den Haaren, Hautschuppen und Speichel)

Frei nach dem Motto: „Ich will´s wissen – jetzt oder nie!“

Ich kann nicht behaupten, dass ich überhaupt keine Reaktion an meinem Körper bemerkt hätte, jedoch war dies keineswegs mit den üblichen Beschwerden zu vergleichen. Außerdem war ich mir nicht sicher, ob nicht auch meine Aufregung schuld an dem einen oder anderen roten Fleck war!

 

Und genau an dieser Stelle möchte ich jedem einzelnen Allergiker Mut und Kraft geben!!!

Genauso scheint es nämlich gewesen zu sein … denn das zweite Extrem-Kuscheln hinterließ nur noch ein wohlig warmes Bauchgefühl sowie ein tagelanges Dauergrinsen in meinem Gesicht.

 

Seit beinahe 7 Monaten Zusammenleben mit unserer „Jessie“ (meiner „Jessita“ ;-)

bin ich immer noch völlig frei von jeglichen allergischen Beschwerden!

 

Ein Wunder? Ich würde eher sagen, ein wohlwollendes Entgegenkommen der Natur …

denn meine Tierhaar-Allergie besteht nach wie vor , aber nach unzähligen Versuchen unterlasse ich es nun einfach, Hunde anderer Rassen anzufassen. Jetzt fällt mir das nicht mehr schwer, denn wir haben einen eigenen Hund!

Ich korrigiere mich: nicht einen Hund!

Wir haben den temperamentvollsten, intelligentesten, lernfähigsten, kinderfreundlichsten,  wachsamsten und treuesten Hund, den es für uns geben kann.

Kaum ein Ausflug ohne Komplimente für unser Prachtmädel – dies möchte ich heute weitergeben:

Voraussetzung hierfür sind natürlich hervorragende Elterntiere, aber auch Menschen, wie unsere Familie Slunitschek, die sich mit Kompetenz, Liebe und Hingabe ihren Tieren widmet.

Liebe, die man spüren kann … bei Mensch und Hund!

 

Una Principessa Jessie vom Weiler Ried

die eine Lanze für den Pudel bricht, indem sie mit ihrem unvergleichlichen Wesen begeistert und alle in ihren Bann zieht. Die unermüdlich und kompromisslos Liebe schenkt … und der auch wir auf ewig unsere aufrichtige Liebe schenken werden.

 

Wir danken für die wundervolle Begegnung – sie bereichert unser Leben jeden Tag aufs Neue!

 

 


 

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